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Politiker verschwenden viel Geld

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Hat Deutschland so viel Geld, dass wir es verschwenden können? Eigentlich nicht und dennoch wird es häufig sinnlos verpulvert. (Bild: Miroslav Sárička)

Donnerstag 15. Oktober 2009, von Carsten Werner

Deutschland ist hoch verschuldet und hat kein Geld. Dennoch werden die Steuergelder teilweise total sinnlos verpulvert. Klar, dass viele Menschen darüber sauer sind und mehr Sparsamkeit fordern.

Fast jeder Mensch in Deutschland - aber auch in anderen Ländern - muss Steuern zahlen. Wer Geld verdient oder Geld ausgibt muss meistens einen Teil davon an den Staat abgeben. Auch wenn Kinder etwas von ihrem Taschengeld kaufen, bekommt einen Teil des Kaufpreises der Staat. Und das ist eigentlich auch gut so.

Das Geld kann der Staat nämlich gut gebrauchen. Er muss ja die Polizisten, Lehrer oder Behördenmitarbeiter bezahlen. Er muss Straßen bauen und neue Kindergärten errichten können. Und er muss auch für die ärmeren Menschen sorgen und eine Armee zur Verteidigung des Landes bezahlen.

30 Milliarden verschwendet

Aber natürlich würde jeder Mensch auch gern möglichst viel von seinem Geld behalten. Der Staat sollte daher sparsam sein und die Steuern nur sinnvoll einsetzen. Dass das häufig nicht so ist, zeigt eine Untersuchung des Bundes der Steuerzahler. Jedes Jahr zeigen die Steuerexperten in einem Bericht, wo und wie der Staat viel Geld verschwendet hat.

In den letzten zwölf Monaten haben die Politiker sogar besonders viel Steuergeld sinnlos verpulvert. Mehr als 30 Milliarden Euro hätten demnach eingespart werden können, wenn die Verantwortlichen sparsamer oder auch nur cleverer gewesen wären. Einige Beispiel für die staatliche Verschwendung:

Klos für 130.000 Euro pro Jahr

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Das neue Hamburger Konzerthaus "Elbphilharmonie" sollte eigentlich "nur" 150 Millionen Euro kosten. Inzwischen liegen die Baukosten schon bei rund 450 Millionen Euro. (Bild: Gunnar Forbrig)

In Hamburg wird ein Konzerthaus gebaut, das am Ende etwa dreimal mehr kosten wird, als dafür eingeplant war. In Schleswig-Holstein entgingen dem Staat wegen eines einfachen Fehlers für einen Monat alle Gebühren für die Kindergärten. In Bonn ließ sich ein Ministerium einen Küchenfußboden für 250.000 Euro einbauen. Und in Lübeck wurden auf dem Marktplatz für 130.000 Euro pro Jahr zwei extra schicke Klohäuschen angemietet.

Die Menschen in Deutschland finden solche Verschwendung gar nicht lustig. Sie selber müssen ihr Geld zusammenhalten und die Politiker werfen es zum Fenster hinaus. Die Macher des Berichtes fordern vom Staat daher, beim Geldausgeben in Zukunft besser aufzupassen und etwas mehr an den Steuerzahler zu denken.

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