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Welche Parteien regieren künftig zusammen?

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Im Reichstag in Berlin treffen sich die Mitglieder des Bundestags. (Bild: Jürgen Matern, Wikimedia, CC BY-SA 3.0)

25. September 2017

CDU und CSU haben die Wahl gewonnen. Doch sie brauchen Unterstützung, um regieren zu können.

Nur wenn eine Partei in Deutschland mehr als die Hälfte aller Stimmen bekommt, könnte sie alleine regieren. Das war bei der Bundestagswahl am Sonntag jedoch nicht der Fall. Nur etwa 33 Prozent stimmten für CDU und CSU. Diese beiden werden oft Schwesterparteien genannt, weil sie ähnliche Ansichten vertreten und sich ergänzen: Die CSU gibt es nur in Bayern, die CDU in allen anderen 15 Bundesländern.

Das Ergebnis für CDU und CSU reicht, um an der Macht zu bleiben. Allerdings braucht Angela Merkel einen neuen Partner. Wenn Parteien sich zu einem Team zusammenschließen, dann sprechen Experten von einer Koalition. In den vergangenen Jahren hatte Angela Merkel die sogenannte Große Koalition geführt. Die Regierungsmannschaft bestand neben der CDU/CSU aus der zweitgrößten deutschen Partei, der SPD. Doch noch einmal möchte die SPD die Zusammenarbeit nicht wiederholen. Sie hat bei der Wahl so schlecht abgeschnitten wie lange nicht.

Angela Merkel hat die Hoffnung auf ein erneutes Zusammengehen mit der SPD zwar noch nicht ganz aufgegeben. Trotzdem rätseln die Leute jetzt, welches Team sich stattdessen bilden könnte. Eine mögliche Regierungsmannschaft, die in Frage kommt, ist die sogenannte Jamaika-Koalition. So nennen die Menschen ein Team aus CDU/CSU, FDP und den Grünen. Das liegt an den Farben, die für die einzelnen Parteien stehen.

CDU und CSU haben die Farbe Schwarz. Die FDP hat die Farbe Gelb. Die Grünen arbeiten - wie ihr Name schon sagt - mit der Farbe Grün. Diese Farben kommen auch in der Flagge des Landes Jamaika vor. Deswegen wird das Team Jamaika-Koalition genannt. Sie scheint derzeit am wahrscheinlichsten.

Was aber bereits ausgeschlossen ist: Die AfD wird nicht am Regierungsteam beteiligt sein. Zwar freuten sich die Politiker der Partei, dass sie als drittstärkste Kraft in Deutschland bei der Wahl abschnitten. Doch viele Menschen sehen das kritisch. Denn den Politikern der AfD wird vorgeworfen, rechtspopulistisch zu sein. Damit sind Politiker gemeint, die gern die "kleinen Leute" ansprechen, die für ihr Geld hart arbeiten müssen.

Rechtspopulisten wiegeln diese Menschen gegen "die da oben" auf, also gegen jene, die an der Macht sind. Rechtspopulisten schüren Ängste. Sie machen Stimmung gegen einzelne Gruppen wie Ausländer oder Menschen, die zum Beispiel den Islam als Religion haben. Viele Menschen in Deutschland denken nicht so wie die AfD. Auch innerhalb der Partei gibt es Ärger. Nicht alle Politiker der AfD sind mehr einer Meinung und wollen an einem Strang ziehen.

Für Angela Merkel kommt jedoch sowieso eine Zusammenarbeit mit der AfD auf keinen Fall in Frage. Bis die Bundeskanzlerin ein neues Regierungsteam zusammengestellt bekommt, kann es jedoch noch ein bisschen dauern. Nach der letzten Wahl dauerte es mehr als 80 Tage.

(AfK)

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