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Riesenwirbel um Mesut Özil

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Mesut Özil im Trikot seines Vereins FC Arsenal. (Bild: Ronnie Macdonald, Wikimedia, CC BY 2.0)

24. Juli 2018

Er gehört zu den besten Fußballern und wurde doch heftig kritisiert. Jetzt kritisierte auch Özil.

Mesut Özil spielte schon für Schalke 04 und Werder Bremen. Er war jahrelang beim Topverein Real Madrid und spielt jetzt bei Arsenal in der englischen Premier League. Und natürlich war er auch jahrelang deutscher Nationalspieler. Er gehört ohne Zweifel zu den besten und erfolgreichsten deutschen Fußballspielern. Und doch gab es um ihn in den letzten Monaten großen Wirbel. Warum?

Kurz vor der Präsidentenwahl in der Türkei und ebenfalls kurz vor der Fußball-WM ließen sich Mesut Özil und sein Kollege Ilkay Gündogan zusammen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan fotografieren. Der ist sehr umstritten, weil er die Demokratie in seinem Land stark geschwächt hat. Viele Menschen, teilweise auch Deutsche, ließ er ins Gefängnis werfen.

Erdogan nutzte die Bilder mit den Fußballern für seinen Wahlkampf – und gewann die Wahl auch haushoch. Mesut Özil und Ilkay Gündogan wurden wegen der Fotos in Deutschland scharf kritisiert. Doch während Gündogan bald sagte, dass er Erdogan damit nicht helfen wollte, schwieg Mesut Özil lange Zeit. Erst jetzt hat er sich bei Twitter dazu geäußert.

Rassismus-Problem im Fußball

Özil schreibt in seiner Nachricht, dass er die Fotos gemacht habe, weil er vom türkischen Präsidenten gefragt wurde. Es sei ihm um Respekt gegangen aber nicht um Erdogan oder darum ihm zu helfen. Gleichzeitig kritisiert Özil in seinem Schreiben, in welcher Art er in Deutschland nach den Fotos angegriffen wurde. Und er kritisiert, wie er als Fußballer behandelt wird.

Özil wirft den Fußballchefs aber auch Medien und Fans vor, teilweise rassistisch zu sein. Er werde häufig schlechter als andere behandelt, nur weil seine Familie aus der Türkei stammt. Tatsächlich gab es manche rassistische Äußerungen über Özil, vor allem von Fans. Doch auch vom DFB behauptet dies Özil. Der Fußballstar machte seinem Ärger nicht nur bei Twitter Luft. Er erklärte auch, dass er als deutscher Nationalspieler zurücktritt.

Jetzt steht auch der DFB in der Kritik, zu wenig gegen Rassismus im Fußball zu tun. Die Führung der Fußball-Organisation muss sich überlegen, wie sie auf die Kritik reagiert und was sie künftig gegen Rassismus im deutschen Fußball tun will.

Eine von den insgesamt drei Nachrichten von Mesut Özil bei Twitter:

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