Direct access to content Direct access to navigation
News4Kids - Nachrichten und Wissen für Kinder und Jugendliche
Suchen

Deutscher Außenminister will Gespräche mit Nordkorea

19. September 2017

Viele Länder kritisieren die Regierung von Nordkorea zurzeit scharf, weil sie Tests mit Militärraketen macht. Der dortige Machthaber Kim Jong Un verschärft den Konflikt zwischen seinem Land und anderen Staaten. Eine Lösung kann es aber nur geben, wenn wichtige Politiker direkt mit der nordkoreanischen Führung reden, meint der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel.

In Nordkorea hat Kim Jong Un das Sagen. Er ist ein Diktator. In einer Diktatur bestimmen wenige Menschen über alles. Die anderen können nicht mitentscheiden. Sie haben den Machthabern zu folgen. Damit unterscheidet sich eine Diktatur von einer Demokratie. Denn hier dürfen die Menschen sich einbringen. Sie sagen gemeinsam, was wie gemacht wird. Ihre Meinung wird gehört.

Nordkorea wird vorgeworfen, an schlimmen Waffen zu bauen. In den vergangenen Wochen hat die nordkoreanische Regierung mehrmals Raketen losgeschickt, mit denen möglicherweise solche schlimmen Waffen auf andere Länder geschossen werden könnten. Das hat viele Menschen erschreckt. Deswegen kommt es zu vielen Spannungen und auch zu der Situation jetzt.

Diese Situation kann nach Ansicht des deutschen Außenministers nur durch Gespräche mit dem nordkoreanischen Diktator entschärft werden. In der "Bild"-Zeitung sprach Sigmar Gabriel sich deshalb am Montag für direkte Verhandlungen mit Nordkorea aus. "Dazu müssen drei Mächte gemeinsam an einen Tisch: die USA, China und Russland", sagte der Minister in dem Zeitungsinterview.

Sigmar Gabriel widersprach der Einschätzung, dass der Diktator von Nordkorea verrückt sei. Kim Jong Un ist der Sohn von Kim Jong Il. Der ließ sich "Großer Führer" nennen. Kritiker warfen ihm vor, selbst im Luxus zu leben, während die Menschen im Land hungerten. Kim Jong Il starb im Jahr 2011. Danach übernahm Kim Jong Un die Macht.

Sigmar Gabriel arbeitet als deutscher Außenminister in der Bundesregierung mit. Er soll dafür sorgen, dass unser Land mit möglichst allen Ländern auf der Erde gute und friedliche Beziehungen pflegt. Der Minister gehört der Partei SPD an. Er ist 58 Jahre alt und dreifacher Papa. In dem Interview sagte er: "Als Vater von drei Töchtern frage ich mich oft: Werden meine Kinder das Glück haben, wie ich im Frieden aufzuwachsen? Denn wenn Nordkorea sich durchsetzt, dann werden viele andere Staaten dem Beispiel folgen und sich Atomwaffen besorgen. Dann leben unsere Kinder in einer sehr gefährlichen Welt."

(AfK)

Eine Nachricht, ein Kommentar?


Moderiertes Forum

Sobald wir deinen Kommentar gelesen haben, werden wir ihn zu dem Artikel hinzufügen.

  • (Um einen Absatz einzufügen, einfach eine Zeile frei lassen.)

    Bitte nur sinnvolle Kommentare zum Thema des Artikels. Du darfst deine Meinung frei äußern. Was wir nicht erlauben sind Beschimpfungen anderer Seitenbesucher. Auch Adressdaten Telefonnummern und E-Mail-Adressen werden wir nicht veröffentlichen. Außerdem erlauben wir nur Links zu anderen Kinderseiten.