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Für Kühlschränke und Kleider: Viele "Hartz IV"-Empfänger leihen sich Geld vom Staat

21. Mai 2017

Tausende Menschen mit „Hartz IV“ müssen sich Geld vom Staat leihen. Das, was sie jeden Monat bekommen, reicht nicht aus.

Wenn Menschen lange Zeit keine Arbeit haben, hilft ihnen der deutsche Staat. Er zahlt das sogenannte „Hartz IV“-Geld. So sollen die Menschen sich und ihre Kinder versorgen können. Jeder in unserem Land soll eine Wohnung, Essen, Trinken und etwas zum Anziehen haben. Der Staat unterstützt Menschen auch, wenn sie nicht genug verdienen. Sie gehen zwar zur Arbeit, doch sie bringen nicht viel Geld nach Hause. Sie werden schlecht bezahlt.

In Deutschland leben rund sechs Millionen Menschen vom „Hartz IV“-Geld. Der Staat hat Regeln aufgestellt für die "Hartz IV"-Empfänger. Sie müssen beispielsweise versuchen, einen Job zu finden, und sie müssen zu Terminen im Jobcenter erscheinen. Die Jobcenter sollen die Menschen betreuen und beraten, die keine Arbeit haben. Wer diese Regeln nicht einhält, dem drohen Strafen. Die Menschen bekommen beispielsweise für eine bestimmte Zeit weniger Geld. Das ist für viele schlimm. Denn das "Hartz IV"-Geld ist eh schon knapp bemessen. Wenn dann noch etwas fehlt, müssen viele eisern sparen.

Jedes Jahr wird geschaut, ob das „Hartz IV“-Geld angepasst werden muss. Denn Preise und Löhne verändern sich. Trotzdem kommen viele Menschen mit dem „Hartz IV“-Geld nicht hin. Brauchen sie etwa eine neue Waschmaschine, einen Kühlschrank oder gar Kleider, reicht es mitunter nicht. So viel Geld auf einmal haben sie nicht. Die Menschen können sich dann etwas vom Staat leihen. Er gibt ihnen einen Kredit. Damit dürfen sie sich Dinge kaufen, die sie dringend brauchen. Im vergangen Jahr haben jeden Monat im Schnitt gut 15.000 Menschen solch einen Kredit bekommen. Das sind mehr als noch neun Jahre zuvor. Damals mussten sich monatlich mehr als 11.500 Menschen Geld vom Staat leihen. Über diese Zahlen haben die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichtet.

Wer sich etwas leiht, muss es aber auch zurückgeben. Bei Krediten nennen die Menschen das Tilgung. Wer einen Kredit tilgt, der zahlt ihn ab. Bei Menschen mit „Hartz IV“ ist das genau geregelt. Der Staat behält dann jeden Monat etwas von dem „Hartz IV“-Geld zurück. Er zahlt nicht alles aufs Konto der Menschen ein. Bis der Kredit getilgt ist, bekommen sie weniger „Hartz IV“.

(AfK)

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