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Schon Kleinkinder haben kranke Zähne

25. September 2017

Milchzähne fallen nach ein paar Jahren ohnehin aus - die müssen wir gar nicht richtig pflegen, finden manche Leute. Experten sind aber ganz anderer Meinung. Zum Tag der Zahngesundheit raten sie, mit dem Zähneputzen schon ganz früh anzufangen.

Jedes Jahr seit 1991 ist am 25. September der Tag der Zahngesundheit. Er steht unter dem Motto "Gesund beginnt im Mund" und hat immer einen anderen Schwerpunkt. Doch jedes Jahr auf’s Neue wollen die Verantwortlichen, dass die Leute vorsorgen. So soll erreicht werden, dass die Menschen erst gar keine Krankheiten im Mund bekommen und dann unter Zahnschmerzen leiden. Zu den Veranstaltern gehören zum Beispiel Zahnmediziner, Kinderärzte, Krankenkassen, Ernährungsexperten und Apotheker.

Rund um den 25. September gibt es in vielen Kindergärten, Schulen, Zahnarztpraxen und anderen Einrichtungen Veranstaltungen zu dem Aktionstag. In diesem Jahr heißt das Motto "Gemeinsam für starke Milchzähne". Die Verantwortlichen sind besorgt, denn sie schätzen, dass im Durchschnitt 15 von 100 Kindern unter drei Jahren bereits Karies haben. Mädchen und Jungen, die schon an den Milchzähnen Karies haben, bekommen auch später viel häufiger die schmerzhaften Löcher in den bleibenden Zähnen.

Zähne können Karies bekommen, weil wir Milliarden Bakterien auf den Zähnen haben. Den winzigkleinen Lebewesen geht es dort gut. Denn es gibt ständig Nahrung für sie. Mit Säuren machen sie unsere Zähne porös. Insbesondere wenn wir Süßes essen, produzieren die Bakterien Milchsäure. Diese entzieht dem Zahn wichtige Stoffe. Das Ergebnis sind die Löcher, die wir so fürchten.

Karies im Kleinkindalter kommt nach den Worten von Dietmar Oesterreich bei Kinder aus eher armen Familien häufiger vor als bei Jungen und Mädchen aus Familien, denen es rundherum gut geht. Dietmar Oesterreich ist stellvertretender Präsident der Bundeszahnärztekammer, in der die in Deutschland arbeitenden Zahnärzte Mitglied sind.

Wenn Kinder bereits in ihren ersten Lebensjahren Karies bekommen, liegt das oft an Getränken mit viel Zucker und Säure, die die Mädchen und Jungen aus Flaschen mit Saugern trinken. Schon wenn der erste Milchzahn durchkommt, sollten Eltern diesen putzen und mit ihrem Nachwuchs zum Zahnarzt gehen. Doch das versäumen zu viele Familien nach Einschätzung der Fachleute. Sie möchten außerdem, dass Kinderzahnpasta mehr Fluor enthält. Der Stoff macht die Zähne härter und widerstandsfähiger.

Denn gesunde Milchzähne sind wichtig, damit Babys und Kleinkinder richtig essen und damit genug an Gewicht zunehmen. Auch für das Sprechenlernen ist das erste Gebiss bedeutsam. Und nicht zuletzt warnen die Experten davor, dass kranke Zähne sich verfärben und Kinder so entstellen können, dass die betroffenen Jungen und Mädchen ausgegrenzt werden.

(AfK)

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