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Im TV: Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft

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Ein Kollege von Professor Parker übersetzt das japanische Zeichen an Hachikos Halsband und erzählt ihm etwas über die Hunderasse Akita. © Prokino / Foxfilm

28. Juni 2019

Professor Parker findet einen Hundewelpen auf dem Bahnhof. Eigentlich will er selbst gar keinen Hund. Aber Hachiko hat ihn schon als Freund auserwählt.

Der Hund hat einen zerrissenen Anhänger am Halsband, auf dem das japanische Zeichen für die Zahl Acht zu erkennen ist, gesprochen: »Hachi«. Also nennt Professor Parker den Hund Hachiko. »Hachi« hat im Japanischen aber nicht nur eine numerische Bedeutung, sondern ist – ähnlich wie die liegende Acht in der westlichen Mathematik – auch das Symbol für Unendlichkeit: Und endlos ist auch Hachikos Treue.

Allerdings ist er kein "normaler" Hund. Er gehört zu einer sehr alten japanischen Hunderasse, genannt Akita, und diese Hunde sind oft sehr eigenwillig: Professor Parker fährt jeden Morgen mit dem Zug zur Universität, wo er arbeitet, und kehrt jeden Tag gegen Fünf Uhr zurück. Also bringt Hachiko ihn jeden Morgen zur Bahn und läuft dann wieder nach Hause. Und abends ist er immer pünktlich am Bahnhof, um seinen Freund wieder abzuholen.

Für Hachiko hört die Freundschaft nicht mit dem Tod auf

Er wartet jeden Tag auf die Rückkehr, aber eines Tages wartet er vergeblich: Professor Parker erleidet einen Herzinfarkt und stirbt. Die schon erwachsene Tochter nimmt den Hund zu sich, doch er läuft weg und sitzt immer um Fünf Uhr vor dem Bahnhof.

Jahrelang...

So wird er quasi zu einem Teil des Bahnhofs. Er sitzt abends immer würdevoll vor dem Ausgang. Alle kennen ihn und versorgen ihn mit Futter, obwohl Hachiko nicht bettelt. Was er tagsüber und nachts macht, weiß kein Mensch, aber um Fünf sitzt er vor dem Bahnhof - bei jedem Wetter.

Eigentlich kein Kinderfilm, sondern für alle Hundeliebhaber

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Immer um 17 Uhr holt Hachiko seinen Freund von der Bahn ab. © Prokino / Foxfilm

Dieser Film ist nicht speziell für Kinder gemacht, erzählt aber eine wunderbare und wahre Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Menschen und einem Hund. Und wir lernen eine sehr eigenwillige Hunderasse kennen.

Die größte Herausforderung beim Filmdreh lag in der Arbeit mit den Hunden. Hachiko wird im Film von verschiedenen Akitas dargestellt. "Ein Akita ist nicht der Typ Hund, den man mit Leckerlis ‚kaufen’ kann", sagt Richard Gere, der Professor Parker spielt. "Der mag dich entweder - oder er mag dich nicht. Den Hundetrainern war es sehr wichtig, dass ich die Hunde vorher traf. Denn die entscheiden sich auf der Stelle, ob sie dich akzeptieren oder nicht. Und wenn sie sich einmal entschieden haben, ändern sie ihre Meinung auch nicht mehr."

"Die Akitas waren wirklich sehr, sehr beeindruckend", stimmt Joan Allen ihm zu, die die Frau von Professor Parker spielt. "Das sind sehr geerdete Tiere, die folgen ihrem eigenen Rhythmus und sind nicht besonders versessen darauf, den Menschen zu gefallen. Und auch wenn Richard wirklich großartig ist - der eigentliche Star des Films ist Hachiko."

Teil der Familie, aber kein klassischer Familienhund

Hachiko wird zu einem Teil der Familie und ist dennoch kein Familienhund im herkömmlichen Sinn: Wenn man einem Akita ein Kommando gibt, fragt sich der Hund zunächst: ‚Warum soll ich das tun? Ist das sinnvoll?’ Beispielsweise apportieren diese Hunde nicht oder nur in Ausnahmefällen - Stöckchenholen ist nichts für sie. Auf zu strenge Erziehung reagieren sie mit Sturheit und Verweigerung. Dann kann es "dem verdutzten Besitzer durchaus passieren, dass ihn sein Hund einfach stehen lässt", verrät der Verein Japan Akita, der über diese Rassehunde informiert.

Der Grund dafür liegt darin, dass diese Hunde als "Arbeitshunde" gezüchtet wurden. Ihre Aufgabe bestand darin, unabhängig von Menschen als Wachhunde tätig zu sein und sogar gegen Bären zu kämpfen. Andere Hunderassen hören genau aufs Wort. Aber Akitas sind Hunde mit großer Eigenständigkeit und Selbstsicherheit. Beim Japan Akita e. V. heißt es: "Der Akita findet überraschende Lösungen für Probleme, die man ohne ihn gar nicht hätte." Im Film sind einige Beispiele dafür zu sehen. Wenn du mehr über diese Hunderasse wissen willst, klicke einfach auf das Symbol links.

Die wahre Geschichte vom treuen Hund Hachiko

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Links einer der Hachiko-Darsteller (© Prokino / Foxfilm), rechts daneben der echte Hachiko, 1935 aufgenommen

Anfang der 20er-Jahre gab es nur noch etwa 30 reinrassige Akita-Hunde in Japan, einer davon war der Rüde Hachiko. Sein Herrchen, Professor Hidesaburo Ueno, lebte in einem Vorort von Tokio und unterrichtete an der Universität in der Stadt Landwirtschaft. 1924, als Hachiko ungefähr ein Jahr alt war, nahm er den Hund zum ersten Mal mit zum Bahnhof Shibuya, wo er jeden Morgen mit dem Pendlerzug nach Tokio fuhr und jeden Spätnachmittag zurückkehrte. Hachiko gewöhnte sich an, ihn täglich auf dem Bahnhofsvorplatz abzuholen. Doch ein Jahr später, im Mai 1925, erlitt Professor Ueno einen Herzinfarkt. Er kam in die Notaufnahme und starb kurz darauf. Hachiko wartete an diesem Tag vergeblich auf die Rückkehr seines Herrchens.

Zunächst wurde der Hund von Uenos Verwandten in der Stadt aufgenommen, doch er lief immer wieder fort und kehrte täglich zur selben Zeit an den Bahnhof Shibuya zurück, um dort zu warten. Ein früherer Gärtner von Professor Ueno, der in der Nähe des Bahnhofs wohnte, kümmerte sich schließlich um Hachiko. In den ersten Jahren reagierten die Fahrgäste und Bediensteten eher unwirsch auf den Streuner, der da jeden Tag auf dem Vorplatz saß. Doch als sich herumgesprochen hatte, dass dies der Hund des verstorbenen Professors war, der noch immer auf die Rückkehr seines toten Herrchens wartete, waren die Menschen gerührt und begannen, Hachiko zu umsorgen. Ein neuer Bahnhofsvorsteher richtete ihm 1928 einen Ruheplatz ein, ein Metzger in der Nähe fütterte ihn.

Im April 1934 wurde Hachiko, der seit nunmehr fast zehn Jahren jeden Spätnachmittag am Bahnhof saß und wartete, eine Bronzestatue errichtet. Der Hund selbst nahm noch an der Zeremonie teil. Ein Jahr später, am 8. März 1935, starb Hachiko. Im ganzen Land galt Hachikos unbedingte Treue und Beharrlichkeit fortan als beispielhaft, viele Lieder und Kinderbücher erzählten von ihm.

Der Film wird 29.06.2019 um 20:15 Uhr auf Tele 5 gezeigt und in der Nacht um 2:50 Uhr wiederholt.

Die Kinowerbung zu »Hachiko — Eine wunderbare Freundschaft«:


Eure Meinung dazu:

von jepson 17. Juni 2015

ich lieben den film

von Jana 28. Juni 2011

Ich fand den film total toll, da ich mir selber auch mal einen akita kaufen möchte. Die Treue dieses hundes ist so ergreifend, dass ich die hälfte des films durchgeheult habe :)

von Luise 22. Februar 2011

Der film ist echt wunderschön, aber total traurig. nichts für schwache nerven!

von Mr. Undercover 6. Januar 2010

Ich habe den Film gesehen und fand ihn wunderschön

von Lady_Crazy 12. Dezember 2009

Ich habe so Mitleid mit dem Hund, jeden Tag hofft er aufs neue das sein Herrchen wieder kommt. Der Hund tut mir Leid!

von Lola Ericks 11. Dezember 2009

Ich finde den Film toll da er einem zeigt dass man nie alleine ist und immmer einen freund hat der einen nie vergisst!

von Tobias Höbusch 30. November 2009

Weil das ein schöner Name ist.

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