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US-Angriff tötet General des Iran

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Der getötete iranische General Qasem Soleimani. (Bild: Wikimedia/Khamenei.ir, CC BY 4.0)

6. Januar 2020

Die USA haben einen iranischen General getötet. Jetzt will der Iran Rache. Es droht neue Gewalt.

Seit Jahrzehnten betrachten sich Iran und die Vereinigten Staaten gegenseitihg als Feinde. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum Beispiel wollen beide Länder einen möglichst großen Einfluss im Nahen Osten haben. Eine Rolle spielt dabei auch die Ölförderung dort und der sichere Transport von Öl und Waren über das Meer.

Wegen ihrer Feindschaft und der konkurrierenden Interessen kommt es zwischen Iran und USA immer wieder zu Streit. Häufig wird dieser auch gewaltsam ausgetragen, so wie gerade. US-Präsident Donald Trump ließ den hohen iranischen General Qasem Soleimani am 3. Januar während eines Besuchs im Irak mit einem Drohnenangriff töten.

Gegensätzliche Interessen

Soleimani war der Chef Quds-Einheit, einer Spezialeinheit der Iranischen Revolutionsgarde. Die Quds-Einheit setzt sich außerhalb des Landes militärisch für die Interessen des Iran ein. Sie hilft zum Beispiel iran-freundlichen Milizen und Rebellen im Irak, in Syrien und im Libanon. Und die verfolgen oft andere Ziele als die USA oder betrachten diese gar als Feind.

Im Irak gab es zuletzt gewaltsame Proteste rund um die US-Botschaft in Bagdad. Menschen hatten versucht, diese zu erstürmen. Viele Mitarbeiter wurden vorher in Sicherheit gebracht. Andere hatten sich in den Gebäuden verschanzt. Die US-Regierung sagt, der Iran habe die Proteste angestachelt. Die Tötung von General Soleimani war wohl auch eine Reaktion darauf.

Weitet sich der Konflikt aus?

Nach dem Tod Soleimanis droht nun wiederum Iran mit Gewalt gegen die USA. Das Land will den Angriff auf einen seiner höchsten Militärvertreter nicht hinnehmen und Rache üben. Die Drohungen bereiten vielen Experten Sorgen. Sie befürchten, dass es nach dem Irak- und dem Syrienkrieg im schlimmsten Fall zu einem neuen Krieg in der Region kommen könnte.