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Im Kino: Der Fuchs und das Mädchen

7. Januar 2008

Eines Morgens sieht ein Mädchen einen jagenden Fuchs und ist fasziniert! Aber als der Fuchs sie bemerkt, läuft das Tier weg. Wie kann sie den Fuchs wiederfinden?

In den nächsten Tagen geht sie immer wieder an den Ort zurück, wo sie den Fuchs zum ersten Mal gesehen hat. Aber es ist kein Fuchs zu finden. Dann geht sie immer öfter im Wald umher, ganz vorsichtig und leise, und entdeckt viele andere Bewohner des Waldes: Igel, Salamander, Adler, Wildschweine ... Im Winter liest sie ganz viel über Füchse und endlich, nach vielen Wochen und Monaten, sieht sie den Fuchs wieder. Und es gelingt ihr sogar, dass das Tier sie akzeptiert und ihre Nähe duldet. Der Fuchs zeigt ihr seine Welt.

Aber kann man mit einem wilden Tier befreundet sein? Kann man ein wildes Tier zum Haustier machen und es «besitzen» wie man einen Hund besitzen kann? Der Regisseur bezeichnet seinen Film als Märchen, da es den meisten Menschen nicht gelingen kann, sich einem Fuchs so sehr zu nähern. Und das kann auch sehr gefährlich werden, deswegen ist es besser, die Waldtiere aus der Entfernung zu beobachten. Der Film zeigt aber auch den Wald aus der Sicht des Fuchses: Wie Füchse jagen — und von anderen Tieren gejagt werden. Was Füchse tagsüber so alles machen und wie sie ihre Kinder aufziehen.

Wilde Füchse und Füchse als Schauspieler

«Der Fuchs und das Mädchen» ist eine Kombination aus Dokumentar- und Spielfilm. Ein großer Teil der Aufnahmen ist in einem italienischen Nationalpark in den Abruzen gedreht worden. Dort werden Füchse seit über 100 Jahren nicht mehr gejagt. Deswegen haben sie keine Angst mehr vor den Menschen, sondern sind nur vorsichtig.

Die Szenen mit der jungen Schauspielerin, Bertille Noël-Bruneau (sprich: Bertiel Noäl-Brünoh), wurden in Frankreich mit fünf zahmen Füchsen gedreht. Aber: «Man kann einen Fuchs nicht spielen lassen, was er nicht machen will», erzählt der Regisseur, «es ist immer der Fuchs, der entscheidet.» Der Tiertrainer ergänzt: «Man muss den Charakter jedes einzelnen Tieres verstehen, um es dahin zu bringen, das zu spielen, was im Drehbuch steht.» Und manchmal hatten die Füchse schlechte Laune und es ging gar nichts. Es passierte aber auch Kurioses: In einer Szene sollte Bertille den Fuchs mit einer Hühnerkeule anlocken. Doch auf einmal tauchte ein wilder Fuchs auf und wurde dadurch zum «Schauspieler».

Vom Pinguin zum Fuchs

Der Regisseur des Films, Luc Jacquet (sprich: Lück Jackee), hat vor einigen Jahren den Film «Die Reise der Pinguine» gemacht und eine Welt gezeigt, die man wohl nur im Film erleben kann. Wer will schon bei -40° in der Antarktis rumlaufen? In seinem neuen Film kommen lauter Tiere vor, die überall in Europa zu finden sind. Füchse leben manchmal sogar mitten in der Großstadt. Aber man sieht sie nicht. Es sei denn, man ist genau so aufmerksam und geduldig wie das Mädchen in diesem Film.

«Der Fuchs und das Mädchen» ist nicht nur ein schöner und interessanter Film, er ist auch spannend! Das Filmteam musste sich an die Füchse anpassen und auch der Zuschauer weiß nie, was als nächstes passiert. Besonders die Szene mit dem Fuchs und dem Luchs ist sehr spannend.





Die Kinowerbung zu «Der Fuchs und das Mädchen»:


Gewinnspiel

Das Gewinnspiel ist beendet. Je zwei Freikarten für «Der Fuchs und das Mädchen» haben gewonnen:

- Miriam Köbe aus Ühlingen-Brenden
- Jasmine Krug aus Eberbach
- Andreas Göddertz aus Meerbusch

Viel Spaß im Kino!

von Katharina Sobottka; Bilder: Kinowelt